Bitcoin unter Druck: On-Chain-Aktivität springt an, doch dieses Warnsignal bleibt

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Bitcoin unter Druck: On-Chain-Aktivität springt an, doch dieses Warnsignal bleibt (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Bitcoin sendet derzeit zwei widersprüchliche Signale. Während wieder deutlich mehr BTC durch das Netzwerk bewegt werden, steckt ein großer Teil der Coins weiterhin im Verlust. Nur 53,7 Prozent der Bitcoin-UTXOs liegen im Gewinn, gleichzeitig ist das Transfer-Volumen seit seinem April-Tief um 23 Prozent gestiegen. Genau diese Lücke entscheidet nun darüber, ob sich der Markt tatsächlich stabilisiert oder der Druck auf Anleger erneut zunimmt.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, ob Bitcoin wieder aktiver genutzt wird. Entscheidend ist, ob die steigende Aktivität bald auch von einer besseren finanziellen Lage der Halter begleitet wird.

Nur 53,7 Prozent im Gewinn: Warum Bitcoin-Halter weiter unter Druck stehen

Der 30-Tage-Durchschnitt der Bitcoin-UTXOs im Gewinn liegt aktuell bei 53,7 Prozent. Damit befindet sich der Wert deutlich unter seinem Jahresdurchschnitt von 74,6 Prozent und noch weiter unter dem langfristigen Zehnjahresmittel von rund 82,8 Prozent.

Die Kennzahl zeigt vereinfacht, welcher Anteil der noch nicht ausgegebenen Bitcoin-Bestände zu einem niedrigeren Preis bewegt wurde als dem aktuellen Marktpreis. Je niedriger der Wert fällt, desto mehr Coins befinden sich rechnerisch im Verlust.

Noch im Mai lag der Anteil bei rund 75 Prozent. Anfang Juli fiel er zwischenzeitlich bis auf 48 Prozent, nachdem der Bitcoin-Kurs von rund 80.000 Dollar auf etwa 63.500 Dollar zurückgegangen war.

Für Anleger ist dieser Bereich besonders wichtig. Der Anstieg von 48 auf 53,7 Prozent zeigt zwar, dass sich die Lage nicht mehr so schnell verschlechtert. Von einer breiten Entspannung kann jedoch noch keine Rede sein.

Steigt der Anteil der profitablen Coins nachhaltig weiter, würde dies darauf hindeuten, dass mehr Anleger wieder über ihrem Einstiegspreis liegen. Fällt die Quote dagegen erneut unter das Juli-Tief von rund 48 Prozent, würde sich der finanzielle Stress im Markt wieder deutlich verschärfen.

Netzwerkaktivität steigt um 23 Prozent: Hier zeigt Bitcoin bereits Stärke

Während die Profitabilität der Halter weiterhin schwach aussieht, entwickelt sich ein anderer On-Chain-Indikator deutlich dynamischer. Der 30-Tage-Durchschnitt des gesamten Bitcoin-Transfer-Volumens ist von seinem April-Tief bei rund 627.700 BTC auf 769.100 BTC gestiegen. Das entspricht einem Plus von etwa 23 Prozent.

Noch auffälliger: Damit liegt das kurzfristige Transfer-Volumen bereits über seinem 365-Tage-Durchschnitt von rund 725.000 BTC. Das bedeutet, dass wieder mehr Bitcoin durch das Netzwerk bewegt werden als im durchschnittlichen Verlauf des vergangenen Jahres. Im Vergleich zur Schwächephase im Frühjahr hat die Aktivität damit klar angezogen.

Ein automatisches Kaufsignal ist das allerdings nicht.

Das Transfer-Volumen zeigt lediglich, wie viele BTC bewegt werden. Es verrät nicht, ob diese Coins gekauft, verkauft, zwischen eigenen Wallets verschoben oder an Börsen transferiert werden. Auch lässt sich aus diesem Indikator allein nicht erkennen, ob Anleger kapitulieren oder neue Käufer in den Markt kommen.

Trotzdem ist die Entwicklung relevant: Die Aktivität im Bitcoin-Netzwerk erholt sich derzeit deutlich schneller als die finanzielle Situation vieler Halter.

Diese Marke entscheidet jetzt über Erholung oder neuen Druck

Genau diese Diskrepanz macht die aktuelle Marktphase ungewöhnlich. Auf der einen Seite liegt die Netzwerkaktivität bereits wieder über ihrem längerfristigen Durchschnitt. Auf der anderen Seite befindet sich der Anteil profitabler Coins weiterhin im unteren Bereich seiner mehrjährigen Spanne.

Für eine überzeugendere Erholung müssten sich beide Signale annähern: Das Transfer-Volumen sollte erhöht bleiben, während gleichzeitig immer mehr Coins wieder in die Gewinnzone rutschen. Dann würde steigende Netzwerkaktivität nicht mehr auf einen Markt treffen, in dem ein großer Teil der Anleger unter Wasser steht.

Bleibt die Profitabilität dagegen niedrig oder fällt der Anteil der UTXOs im Gewinn erneut unter 48 Prozent, könnte die höhere Aktivität auch Ausdruck neuer Verkäufe und weiterer Umverteilung sein.

Damit wird genau diese Schwelle zum Warnsignal. Solange die On-Chain-Aktivität steigt, aber nur knapp mehr als die Hälfte der Coins im Gewinn liegt, ist Bitcoins Erholung noch nicht bestätigt. Entscheidend ist jetzt, ob die 48-Prozent-Zone endgültig hinter dem Markt bleibt oder der Druck auf die Halter zurückkehrt.

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