Bitcoin meldet sich mit Wucht zurück. Nach dem Absturz unter 60.000 Dollar im Juni ist BTC inzwischen wieder bis in den Bereich von rund 77.500 Dollar vorgedrungen. Allein in der vergangenen Woche legte die Kryptowährung zeitweise rund 23 Prozent zu. Genau diese Erholung lässt jetzt eine extrem bullische Zyklus-These wieder aufleben: Ist der Bärenmarkt vorbei?
Ein auf X verbreiteter Chart stellt dabei die Tiefpunkte von 2019, 2022 und 2026 nebeneinander. Die Botschaft ist eindeutig: Auf die früheren großen Tiefs folgten massive Aufwärtsbewegungen. Wenn sich dieses Muster erneut wiederholt, wäre der jüngste Einbruch keine Warnung vor einem neuen Krypto-Winter, sondern der Startpunkt für die nächste große Expansionsphase.
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Weitere InformationenWarum das 2026-Tief jetzt plötzlich so wichtig wird
Der Vergleich wirkt auf den ersten Blick überzeugend. Nach dem Bärenmarkt 2018 bildete Bitcoin 2019 einen Boden, bevor die nächste große Rallye begann. Auch nach dem Einbruch 2022 folgte eine neue Aufwärtsphase, die Bitcoin schließlich 2025 auf ein Rekordhoch von mehr als 126.000 Dollar führte.
2026 könnte nach dieser Logik die nächste Wiederholung liefern. Bitcoin fiel Ende Juni auf einen Schlusskurs von rund 58.559 Dollar und markierte damit bislang das Jahrestief. Von dort hat sich der Kurs inzwischen deutlich erholt. Der starke Anstieg der vergangenen Tage verstärkt nun die Hoffnung, dass Verkäufer an dieser Stelle tatsächlich die Kontrolle verloren haben.
Die Behauptung, der Bärenmarkt sei bereits beendet, bleibt eine These und keine Tatsache.
200.000 Dollar wären ein gewaltiger Sprung
Das Kursziel von 200.000 Dollar klingt nach der jüngsten Rallye plötzlich wieder greifbarer. Trotzdem wäre der Weg dorthin enorm.
Von einem Bitcoin-Kurs um 77.000 Dollar müsste BTC noch einmal ungefähr 160 Prozent steigen, um die Marke von 200.000 Dollar zu erreichen. Gleichzeitig notiert Bitcoin trotz der kräftigen Erholung weiterhin deutlich unter seinem Rekordhoch aus dem vergangenen Jahr.
Das zeigt den eigentlichen Konflikt. Die Bullen sehen das Tief unter 60.000 Dollar als abgeschlossene Bereinigung und den aktuellen Anstieg als Beginn eines neuen Zyklusabschnitts. Die vorsichtigere Interpretation lautet dagegen: Bitcoin erlebt zunächst eine massive Erholungsrallye innerhalb eines Marktes, der seinen langfristigen Aufwärtstrend erst noch zurückerobern muss.
Für die bullische Seite spricht, dass die aktuelle Bewegung ungewöhnlich dynamisch ausfällt. Bitcoin verzeichnete zuletzt seine stärkste Woche seit mehr als drei Jahren. Unterstützung kam unter anderem durch einen schwächeren Dollar, sinkende Renditen und eine deutlich bessere Stimmung gegenüber Risikoanlagen.
Diese Zone entscheidet über Rally oder nächste Enttäuschung
Für Anleger ist deshalb weniger entscheidend, ob die historische Zyklus-Chart optisch perfekt passt. Entscheidend ist, ob Bitcoin aus der aktuellen Erholung einen nachhaltigen Trend machen kann.
Der erste große Test bleibt die Rückeroberung der Kursbereiche, die während des Absturzes verloren gingen. Gelingt Bitcoin der Weg zurück in Richtung 100.000 Dollar und anschließend über das Rekordhoch von 2025, würde sich die 200.000-Dollar-These deutlich verändern: Aus einer aggressiven Prognose könnte ein realistisches Szenario für eine neue Preisfindungsphase werden.
Scheitert BTC dagegen nach der aktuellen Rally und fällt erneut deutlich zurück, gerät genau die zentrale Aussage der viralen Chart unter Druck. Dann wäre das Juni-Tief möglicherweise nicht der endgültige Boden gewesen.
Fest steht: Der Markt hat sich seit dem Einbruch unter 60.000 Dollar drastisch verändert. Bitcoin zeigt wieder Stärke, Kapital kehrt zurück und die bullischen Kursziele werden lauter. Aber 200.000 Dollar sind noch kein Selbstläufer.
Jetzt muss Bitcoin beweisen, dass die Erholung mehr ist als nur eine heftige Gegenbewegung. Erst dann wird aus der spektakulären Zyklus-Chart ein echtes Warnsignal für alle, die die nächste Rallye verpassen könnten.
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