Bitcoin kippt unter die Kostenbasis: Diese Marke wird jetzt gefährlich

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Bitcoin kippt unter die Kostenbasis: Diese Marke wird jetzt gefährlich (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Bitcoin sendet derzeit ein widersprüchliches On-Chain-Signal: Einige langfristige Halter verkaufen ihre Coins mit Verlust, obwohl die Gruppe insgesamt noch deutlich im Gewinn liegt. Der eigentliche Druck sitzt damit an einer anderen Stelle. Besonders kurzfristige Bitcoin-Anleger stecken unter ihrer durchschnittlichen Kaufzone fest.

Entscheidend wird jetzt vor allem die Marke von 67.500 Dollar. Erst darüber würde der durchschnittliche Short-Term Holder wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Bleibt Bitcoin darunter, könnte der Verkaufsdruck hoch bleiben.

Warum das Verlustsignal der Langzeit-Halter täuscht

Der sogenannte Long-Term Holder SOPR liegt im Sieben-Tage-Durchschnitt derzeit bei 0,92. Werte unter 1 bedeuten, dass langfristig gehaltene Coins, die aktuell bewegt werden, im Durchschnitt mit Verlust ausgegeben werden.

Auf den ersten Blick wirkt das wie ein deutliches Warnsignal. Doch daraus lässt sich nicht ableiten, dass langfristige Bitcoin-Anleger insgesamt unter Wasser stehen.

Der Grund liegt in der Berechnung: Der SOPR erfasst nur Coins, die tatsächlich gerade bewegt werden. Damit können einzelne Anleger mit einer vergleichsweise hohen Kaufbasis Verluste realisieren, während ein großer Teil der übrigen Long-Term Holder weiterhin komfortabel im Plus liegt.

Genau das zeigen die Kostenbasis-Daten. Die durchschnittliche Kostenbasis der langfristigen Halter liegt bei rund 49.300 Dollar. Bei einem Bitcoin-Kurs von etwa 64.300 Dollar liegt der Marktpreis damit noch rund 30 Prozent darüber.

Von einer breiten Kapitulation der Langzeit-Halter kann deshalb bislang keine Rede sein.

Die eigentliche Schwachstelle liegt bei 67.500 Dollar

Deutlich angespannter ist die Lage bei Anlegern, die ihre Bitcoin erst vergleichsweise kurze Zeit halten.

Ihre durchschnittliche Kostenbasis liegt bei etwa 67.500 Dollar und damit rund fünf Prozent über dem genannten Marktpreis. Im Durchschnitt sitzen kurzfristige Käufer somit auf Buchverlusten.

Das ist für den Markt relevant, weil diese Gruppe erfahrungsgemäß empfindlicher auf weitere Kursverluste reagieren kann. Wer erst vor wenigen Wochen oder Monaten gekauft hat und plötzlich im Minus liegt, steht eher vor der Entscheidung, Verluste zu begrenzen.

Damit wird die Zone um 67.500 Dollar zur ersten wichtigen Hürde.

Gelingt Bitcoin die Rückkehr darüber, würde der durchschnittliche kurzfristige Anleger wieder die Gewinnzone erreichen. Das könnte den unmittelbaren Verkaufsdruck reduzieren und die Stimmung stabilisieren.

Scheitert Bitcoin dagegen weiter unter dieser Marke, bleibt genau jene Anlegergruppe unter Druck, die aktuell besonders verletzlich ist.

Diese Marken entscheiden jetzt über Erholung oder neuen Druck

Auch beim Long-Term Holder SOPR bleibt die Schwelle von 1,0 entscheidend. Ein nachhaltiger Anstieg darüber würde zeigen, dass bewegte Coins langfristiger Halter im Durchschnitt wieder mit Gewinn verkauft werden.

Noch liegt der Wert mit 0,92 darunter. Allerdings ist Bitcoin weit von einer tiefen Kapitulationsphase entfernt. Erst ein Rückgang des SOPR in Richtung 0,7 oder tiefer würde auf deutlich stärkeren Stress innerhalb der Gruppe hindeuten.

Das wesentlich größere Warnsignal läge noch tiefer: bei der langfristigen Kostenbasis von rund 49.300 Dollar.

Solange Bitcoin klar darüber handelt, bleibt die durchschnittliche Position der Long-Term Holder profitabel. Ein Absturz in diese Region würde die Lage dagegen grundlegend verändern, weil dann selbst die langfristig orientierte Anlegerbasis zunehmend unter Druck geraten könnte.

Für Bitcoin ergibt sich damit eine klare Staffelung: 67.500 Dollar ist die erste Marke für eine Entspannung. Ein SOPR über 1,0 würde die Erholung zusätzlich bestätigen. Auf der Unterseite bleibt die Region um 49.300 Dollar die entscheidende rote Linie.

Noch kapitulieren die langfristigen Halter nicht. Doch solange Bitcoin unter der Kostenbasis der kurzfristigen Käufer bleibt, sitzt genau dort der Druck, der eine nachhaltige Erholung ausbremsen kann.

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