Bitcoin in „Value Zone“: Experte sieht Chancen – aber kein Boden

Bitcoin in „Value Zone“: Experte sieht Chancen – aber kein Boden
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Charles Edwards, Gründer von Capriole Investments, sieht Bitcoin aktuell in einer historisch interessanten „Value Zone“. Für ihn ist das ein Bereich, in dem sich langfristiges Einsammeln lohnen kann. Gleichzeitig betont er aber, dass Bitcoin noch nicht in jener „Deep Value“ Region angekommen ist, die in früheren Zyklen die besten Schnäppchenkaufzonen markiert hat.

Bitcoin wirkt günstig, aber ein klarer Boden fehlt noch

Im Gespräch mit Joe Shew vom Crypto Consulting Institute erklärte Edwards, Bitcoin sei aktuell näher am Tief als am Hoch. Mehrere On Chain Daten würden darauf hindeuten, dass der Kurs inzwischen in einem Bereich liegt, der historisch als günstig gilt, auch wenn das Chartbild laut ihm weiterhin angeschlagen ist.

Der entscheidende Punkt: Für Edwards ist diese Zone zwar attraktiv, aber noch nicht „wirklich aufregend“. Die Preise, bei denen er deutlich aggressiver kaufen würde, sieht er tiefer. Konkret nennt er das Produktionskostenband von ungefähr 50.000 bis 60.000 US Dollar, wobei für ihn besonders die niedrigen bis mittleren 50.000er als interessant herausstechen. In früheren Marktzyklen habe Bitcoin an großen Tiefpunkten oft mehrere Monate in diesem Bereich verbracht.

Für Anleger mit einem Zeithorizont von mehreren Jahren hält Edwards trotzdem eine gewisse Bitcoin Position für sinnvoll. Er warnt jedoch: Selbst wenn ein Asset günstig wirkt, kann es lange in einer Value Zone bleiben. Was aus seiner Sicht noch fehlt, ist ein klares Signal für eine Trendwende, entweder durch stärkere Kapitulation, einen technischen Ausbruch oder stabilere Nachfrage, die sich nachhaltig im Kurs zeigt.

ETF Zuflüsse sind ein Pluspunkt, aber noch kein Freifahrtschein

Positiv bewertet Edwards die institutionelle Nachfrage. Er schaut dabei besonders auf die Nettozuflüsse in US Spot ETFs und auf Käufe von rund 200 Bitcoin Treasury Unternehmen. Entscheidend sei, ob diese Käufe über der täglich neu geminten Bitcoin Menge liegen. Passiere das, entstehe ein Angebotsdefizit, das in der Vergangenheit häufig mit größeren Aufwärtsbewegungen zusammenfiel.

Trotzdem bleibt er vorsichtig. Nach seinen Angaben sind derzeit etwa 80 Prozent dieser ETF und Treasury Käufer unter ihrem Einstandskurs. Das passe zu einem typischen Bärenmarkt Gefühl. Ein stärkeres Signal wäre für ihn, wenn die Zuflüsse ein bis zwei Wochen kräftig bleiben und Bitcoin gleichzeitig über dem Bereich um 70.000 US Dollar notiert. Als wichtige Marke nennt er zudem einen Wochenschluss über ungefähr 71.500 US Dollar.

Selbst wenn es danach in Richtung mittlere 70.000er oder niedrige 80.000er gehen sollte, wäre damit laut Edwards die übergeordnete bearish geprägte Struktur noch nicht automatisch beendet.

Quantencomputer Risiko bremst die Fantasie für neue Hochs

Der Hauptgrund, warum Edwards derzeit nicht stärker auf Risiko geht, ist für ihn das Thema Quantencomputer. Dieses Risiko könne die Kursfantasie begrenzen, anders als in früheren Zyklen. Er glaubt zwar, dass der Markt einen Teil der Sorge bereits eingepreist hat, sieht aber einen entscheidenden Hebel: Erst wenn Bitcoin Core Entwickler das Thema sichtbar zur Priorität machen, könnte es zu einer deutlicheren Neubewertung kommen.

Edwards meint, dass schon die offene Diskussion und konkrete Arbeit an Lösungen durch mehrere Core Entwickler für eine spürbare Kursreaktion nach oben sorgen könnte. Insgesamt sieht er zwar ein Umfeld, das eigentlich für harte Assets spricht, unter anderem wegen guter Liquiditätsbedingungen und einer starken Gold Entwicklung gegenüber Aktien. Für Bitcoin bleibt er dennoch bei seiner Einschätzung: wertig, aber noch nicht tief günstig.

Zum Zeitpunkt der Aussage lag der Bitcoin Kurs bei rund 71.466 US Dollar.

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