Bitcoin-Hash-Rate erholt sich erstmals wieder!

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Beitragsbild: KI-generiert

In einem X-Post vom 23. Februar hat der frühere CoinRoutes-CEO Dave Weisberger eine These aufgestellt: Die starke Hashrate-Erholung Anfang 2026 sei mehr als nur ein normaler Mining-Zyklus. Sie könne ein spätes Signal für eine größere Bewegung im Markt sein. Der Auslöser seien nicht nur private Miner, sondern immer stärker staatlich verknüpftes Mining.

Hashrate heißt: wie viel Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk arbeitet. Je höher die Hashrate, desto mehr Geräte sichern das Netzwerk ab. Die Größe wird oft in EH/s oder ZH/s gemessen. EH/s steht für Exahash pro Sekunde, ZH/s steht für Zettahash pro Sekunde und das ist noch einmal eine Stufe größer.

Der Gold-Vergleich hinter der Idee

Weisberger vergleicht das mit Gold. Er sagt, bei Gold sei der wichtigste Treiber nicht zuerst ETF-Nachfrage oder Kleinanleger gewesen. Sondern Zentralbanken hätten über Jahre Reserven aufgebaut, weil geopolitische Spannungen und Sorgen um Fiat-Geld zugenommen hätten.

Er behauptet in seinem Post auch, Gold sei in diesem Zyklus auf neue Rekorde weit über 5.000 US-Dollar pro Unze gestiegen. Ob diese Zahl so stimmt, ist hier nicht geprüft. Wichtig ist der Punkt dahinter: Erst kommt das große, ruhige Kaufen. Später kommt die sichtbare Preisfindung.

Was er im Bitcoin-Netzwerk sieht

Für Bitcoin beschreibt er Anfang 2026 eine V-förmige Erholung. Nach einem Rückgang von grob 15 bis 20 Prozent habe sich die Rechenleistung schnell erholt. Laut seiner Darstellung ging es von unter 900 EH/s wieder über 1 ZH/s. Gleichzeitig nennt er einen sehr großen Difficulty-Sprung von fast 15 Prozent.

Difficulty ist der Schwierigkeitsgrad beim Mining. Er wird regelmäßig angepasst, damit im Schnitt etwa alle zehn Minuten ein Block entsteht. Wenn die Hashrate steigt, steigt meist auch die Difficulty.

Souveränes Mining als neuer Faktor

Der Kern seiner These: Hinter der Erholung stehe eine andere Art von Miner. Weisberger spricht von „sovereign-linked“ Mining, also Mining mit staatlicher Beteiligung oder Nähe. Er bezieht sich dabei auf VanEck-Recherchen und nennt „mindestens 13“ Staaten, die auf Regierungs- oder staatsnaher Ebene minen. Als Beispiele erwähnt er Bhutan, die UAE und El Salvador, außerdem Russland, Iran und Äthiopien.

Seine Logik: Staaten hätten längere Zeitpläne. Sie müssten nicht bei jeder Schwäche sofort verkaufen. Und sie könnten Energie, die sonst „gestrandet“ wäre, in einen tragbaren Reservewert umwandeln.

  • Andere Motive: Einnahmen ohne neues Drucken von Geld, strategische Reserven, politische Unabhängigkeit.
  • Andere Abläufe: Hardware kaufen, Stromverträge, Bau von Standorten, Genehmigungen. Das dauert.
  • Mögliche Wirkung: Weniger Verkaufsdruck durch Miner, weil mehr frisch geminte BTC länger gehalten werden.

Warum das ein spätes Signal sein kann

Weisberger nennt die Hashrate bewusst einen „lagging indicator“. Das heißt: Die Bewegung kommt oft erst, wenn Entscheidungen längst gefallen sind. Wenn Staaten wirklich ausbauen, dann sieht man das nicht sofort im Preis, sondern zuerst in Infrastruktur und Rechenleistung.

Ob daraus automatisch ein Preisschub folgt, bleibt offen. Aber die Idee ist klar: Wenn mehr Mining in langfristige Hände wandert, kann das die Marktstruktur verändern. Passend dazu lohnt als Hintergrund auch der Blick auf eine Einordnung zur Hashrate und ihrer Bedeutung, auf frühere Phasen von Hashrate-Stagnation und auf Stresssignale im Mining aus Sicht von Analysten.

Unterm Strich ist das eine starke, aber auch spekulative Deutung eines einzelnen Signals. Die Hashrate kann auch aus ganz banalen Gründen steigen, etwa durch bessere Geräte oder wieder verfügbare Energie. Der spannende Teil ist trotzdem: Wenn Staaten wirklich stärker mitminen, wäre das ein anderer Typ Käufer. Und der tickt nicht wie ein normaler Marktteilnehmer.

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