Bitcoin erinnert an 2021: Droht jetzt der harte Rückschlag?

Bitcoin-erinnert-an-2021-Droht-jetzt-der-harte-Rueckschlag
Bitcoin erinnert an 2021: Droht jetzt der harte Rückschlag? (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bei Bitcoin taucht im Wochenchart ein Warnsignal auf, das Anleger nicht ignorieren sollten. Die aktuelle Struktur erinnert an den Aufbau, der nach dem Hoch von 2021 zu einem massiven Abverkauf führte. Damals verlor Bitcoin in weniger als einem Jahr fast 80 Prozent seines Wertes.

Der entscheidende Punkt: Laut der technischen Analyse hat Bitcoin bereits eine obere Verteilungsphase durchlaufen, danach eine Handelsspanne darunter gebildet und könnte nun in eine sogenannte Redistributionszone rutschen. Genau diese Phase war im letzten großen Bärenmarkt der Bereich, in dem Verkäufer wieder die Kontrolle übernahmen, bevor der eigentliche Einbruch begann.

Warum der Vergleich mit 2021 jetzt gefährlich wirkt

Im Zyklus 2021 bildete Bitcoin nahe 69.000 Dollar zunächst eine klare Topzone. Danach folgte eine scheinbar beruhigende Seitwärtsphase unterhalb dieses Hochs. Viele Marktteilnehmer werteten diese Stabilisierung damals als Zeichen für Stärke. Tatsächlich war sie aber nur die Zwischenstation vor einer tieferen Verkaufswelle.

Genau diese Abfolge wird nun wieder diskutiert. In der aktuellen Analyse wird die obere Verteilungszone bei Bitcoin im Bereich zwischen 108.000 und 126.000 Dollar verortet. Darunter folgte eine Range, die zunächst nach Stabilisierung aussah. Der Markt konnte sich jedoch nicht nachhaltig nach oben lösen.

Jetzt steht die dritte Phase im Fokus: Redistribution. Dabei handelt es sich um eine tiefere Seitwärtszone, in der Käufer zwar noch Gegenwehr zeigen, Verkäufer aber zunehmend Druck aufbauen. Bricht diese Zone, kann aus einer normalen Korrektur schnell ein echter Stimmungswechsel werden.

Ist das jetzt ein Verkaufssignal?

Ein klares Verkaufssignal liefert der Chart noch nicht. Genau darin liegt aber die Gefahr. Der jüngste Anstieg über 80.000 Dollar darf nicht automatisch als Startsignal für ein neues Allzeithoch gewertet werden. Solange Bitcoin unterhalb der entscheidenden Rückeroberungszone bleibt, bleibt der Markt anfällig.

Zum Zeitpunkt der Analyse notiert Bitcoin bei rund 79.800 Dollar. Sollte sich die Redistributionsstruktur bestätigen, wäre das kein Beweis für einen erneuten Crash um 78 Prozent. Der Vergleich zeigt aber, wie gefährlich solche Muster werden können, wenn der Markt sie nach unten auflöst. Ein Rückgang in ähnlicher Größenordnung würde Bitcoin theoretisch wieder unter 25.000 Dollar drücken.

So weit ist es nicht. Doch die Warnung ist klar: Wer nur auf die Erholung schaut, übersieht möglicherweise, dass Bitcoin noch immer in einer Bestätigungszone handelt. Erst ein starker Wochenschluss über 84.000 Dollar würde das bearishe Szenario deutlich abschwächen und zeigen, dass Käufer wieder die Kontrolle übernehmen.

Warum dieses Mal trotzdem nicht alles wie 2021 ist

Der direkte Vergleich mit dem letzten Bärenmarkt hat Grenzen. Bitcoin steht heute in einem anderen Marktumfeld. Die Rally bis zum Hoch bei 126.000 Dollar wurde durch starke ETF-Zuflüsse, institutionelles Interesse und ein günstigeres regulatorisches Umfeld unterstützt. Diese Stützen gab es in dieser Form während des Crashs 2021 und 2022 nicht.

Genau deshalb bleibt die Lage zweigeteilt. Der Chart sendet ein Warnsignal, die Marktstruktur ist aber robuster als in früheren Zyklen. Für Anleger zählt jetzt nicht die Frage, ob sich 2021 exakt wiederholt. Entscheidend ist, ob Bitcoin die Zone um 84.000 Dollar zurückerobert oder ob Verkäufer den Kurs erneut unter Druck setzen.

Chart 2021 vs 2026
Quelle Coinmarketcap

Solange Bitcoin diese Marke nicht sauber zurückholt, bleibt die Erholung fragil. Jetzt zählt genau diese Linie: Über 84.000 Dollar lebt die Chance auf Entspannung, darunter bleibt das Risiko eines echten Abverkaufs im Markt.

Risikohinweis: Krypto-Investitionen sind riskant und möglicherweise nicht für Privatanleger geeignet; Sie könnten Ihre gesamte Investition verlieren. Informieren Sie sich hier über die Risiken: eToro-Risiken

Teilen
Auch Interessant
17-Milliarden-Dollar-Abfluss-in-einer-Woche-Droht-Bitcoin-der-naechste-Abverkauf
JPMorgan warnt: 32 Bitcoin-Verkauf schürt Dividenden-Sorge
Bitcoin-Sparplan-Anbieter-im-Vergleich-Die-besten-Broker-fuer-regelmaessige-BitcoinKaeufe