Bitcoin: 35 Prozent des Angebots im Minus

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Bitcoin: 35 Prozent des Angebots im Minus (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

Bitcoin hat eine wichtige Stresszone zunächst wieder verlassen. Der Anteil des erfassten BTC-Angebots, das aktuell auf einem nicht realisierten Verlust sitzt, liegt bei 35,2 Prozent. Damit bleibt der Druck auf viele Anleger hoch, doch von einer echten Kapitulationsphase ist der Markt noch deutlich entfernt.

Jetzt rückt vor allem die Schwelle von 40 Prozent in den Fokus. Ein erneuter Anstieg darüber würde zeigen, dass wieder mehr Bitcoin-Bestände unter ihren jeweiligen Kaufpreis fallen. Bleibt der Wert dagegen darunter, könnte sich die jüngste Entspannung stabilisieren.

Warum 35,2 Prozent noch keine Entwarnung sind

Die Kennzahl „Percent Unrealised Loss“ zeigt, welcher Anteil des betrachteten Bitcoin-Angebots derzeit weniger wert ist als zum Zeitpunkt der letzten Bewegung dieser Coins. Ein hoher Wert bedeutet, dass viele Marktteilnehmer auf Buchverlusten sitzen.

BTC Percent Unrealised Profit and Loss - Bitcoinbasis
Quelle Cryptoquant

Mit 35,2 Prozent liegt die Kennzahl weiterhin klar über der Marke von 20 Prozent. Der Markt befindet sich damit nicht in einer komfortablen Phase. Ein erheblicher Teil der Anleger dürfte bei weiteren Kursverlusten zunehmend unter Verkaufsdruck geraten.

Gleichzeitig liegt der Wert inzwischen wieder unter der Tiefenstress-Zone von mehr als 40 Prozent. Noch deutlicher ist der Abstand zur Kapitulationszone oberhalb von 60 Prozent. In diesem Bereich waren in früheren schweren Bärenmarktphasen besonders viele Bestände im Verlust, was häufig mit Panikverkäufen und einer weitreichenden Bereinigung einherging.

Diese Bewegung zeigt, wie schnell die Stimmung kippen kann

Ende Juni war der Anteil des Angebots im Verlust bereits auf 42,2 Prozent gestiegen. Damit hatte Bitcoin die kritische 40-Prozent-Zone kurzzeitig überschritten.

Bis zum 21. Juli fiel die Kennzahl anschließend auf 30,4 Prozent zurück. Das deutete darauf hin, dass sich der Kurs erholte und ein größerer Teil der Bestände wieder in die Gewinnzone zurückkehrte. Der erneute Anstieg auf 35,2 Prozent zeigt jedoch, dass diese Entlastung nicht vollständig gehalten hat.

Genau darin liegt das aktuelle Warnsignal: Bitcoin steckt zwar nicht mehr im tiefen Stressbereich, doch die Richtung hat sich zuletzt wieder verschlechtert. Sollten weitere Bestände unter ihren Kaufpreis rutschen, könnte die Marke von 40 Prozent schnell erneut getestet werden.

Was über Erholung oder neuen Abverkauf entscheidet

In den dargestellten früheren Bärenmarktphasen war der erste Anstieg über 40 Prozent häufig noch nicht der endgültige Tiefpunkt. Stattdessen folgte zunächst eine angespannte Seitwärtsphase, bevor der Anteil der Verlustbestände später in Richtung 60 Prozent oder darüber kletterte.

Das bedeutet nicht, dass sich dieses Muster automatisch wiederholen muss. Die Kennzahl allein liefert weder ein präzises Kurssignal noch eine sichere Prognose. Sie zeigt jedoch, wie groß der finanzielle Druck innerhalb des Netzwerks ist und wie anfällig Anleger für weitere Verluste werden könnten.

Für Bitcoin zählt deshalb jetzt vor allem die 40-Prozent-Schwelle. Bleibt der Anteil der Verlustbestände darunter und fällt erneut in Richtung 30 Prozent, würde das für eine breitere Erholung sprechen. Ein nachhaltiger Sprung über 40 Prozent wäre dagegen ein klares Zeichen dafür, dass der Markt erneut in eine tiefere Stressphase abrutscht.

Die Marke von 60 Prozent bleibt das eigentliche Kapitulationssignal. Noch ist Bitcoin davon weit entfernt. Doch sollte die 40-Prozent-Zone erneut brechen, wäre die aktuelle Entspannung schneller vorbei, als viele Anleger erwarten.

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