Analysten warnen: S&P 500 bremst Bitcoin-Boden aus

Analysten warnen: S&P 500 bremst Bitcoin-Boden aus
Analysten warnen: S&P 500 bremst Bitcoin-Boden aus (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bitcoin schwankt weiter stark, doch einige Analysten schauen derzeit weniger auf Krypto-Indikatoren und mehr auf die US-Börse. Der Grund: In früheren Zyklen soll der S&P 500 Hinweise geliefert haben, wann der tiefste Punkt bei Bitcoin erreicht ist. Genau diese Verbindung steht jetzt wieder im Fokus.

S&P 500 als Taktgeber: Warum das Bitcoin-Tief laut Analysten noch fehlen könnte

Der Krypto-Analyst „Chain Mind“ sieht eine auffällige Regel in den vergangenen Bärenmärkten: Bitcoin habe seinen Boden historisch nicht vor dem S&P 500 gebildet. In den Zyklen 2015, 2018 und 2022 seien die BTC-Abwärtstrends erst dann ausgelaufen, als der Aktienmarkt seine „letzte Korrekturbewegung“ hinter sich hatte.

Aktuell passt das laut Chain Mind noch nicht ins Bild. Denn der S&P 500 markiert weiterhin neue Rekorde und kletterte in dieser Woche über die Marke von 7.500 Punkten. Eine größere Korrektur blieb bislang aus, selbst trotz geopolitischer Spannungen. Aus dieser Perspektive wäre ein endgültiger Bitcoin-Boden also noch nicht bestätigt.

Gleichzeitig hält Chain Mind es für möglich, dass dieser Rücksetzer am Aktienmarkt näher rückt. In einem weiteren Beitrag beschreibt er typische Warnzeichen für ein mögliches Top im S&P 500: ein breiter werdendes Kursmuster, eine steile, fast parabolische Bewegung und ein Ausbruch, der schnell wieder zurückfällt. Ähnliche Muster habe es vor großen Wendepunkten gegeben, etwa zur Dotcom-Zeit oder vor der Finanzkrise 2008. Als zusätzlichen Hinweis nennt er den Buffett-Indikator, der die Börsenbewertung ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung setzt und laut ihm auf historisch hohen Niveaus liegt.

Technische Signale bei Bitcoin: Droht ein größeres Top?

Während Chain Mind den Blick vor allem auf die Makro-Lage richtet, warnt ein anderer Analyst vor einem möglichen Chartmuster bei Bitcoin selbst. Der Krypto-Trader Colin sieht in der aktuellen Kursstruktur ein mögliches „Head-and-Shoulders“-Muster, also eine klassische Top-Formation. Entscheidend sei, ob Bitcoin unter die sogenannte Nackenlinie fällt. Erst dann gilt das Muster als bestätigt.

Falls es dazu kommt, nennt Colin Kursziele um 65.000 US-Dollar. Sollte zusätzlich ein wichtiger Aufwärtskanal brechen, hält er sogar einen Rückgang in Richtung 61.000 US-Dollar für möglich. Er betont allerdings, dass diese Entwicklung erst bei einer klaren Bestätigung relevant wird und Trader genau auf die Ausbruchszonen achten sollten.

Chain Mind meint zudem, auf dem Wochenchart habe Bitcoin bereits ein Head-and-Shoulders-Muster ausgebildet. In seiner Lesart ist der Zyklus „wie erwartet“ abgelaufen: erster Peak, Zyklushoch, letzte Erholung und anschließend der Abverkauf. Sein Fazit ist deutlich: Er erwartet den finalen Tiefpunkt der Bewegung eher in der Region um 50.000 US-Dollar.

Was das für Anleger bedeutet

Unterm Strich laufen zwei Erzählungen parallel: Einerseits könnte der Aktienmarkt laut der historischen Korrelation noch ein entscheidendes Signal liefern, bevor Bitcoin wirklich dreht. Andererseits blinken im BTC-Chart Warnlampen, die kurzfristig weitere Abgaben möglich machen könnten. Wichtig bleibt: Solche Muster und Vergleiche sind keine Garantie, sondern Szenarien. Wer investiert, sollte deshalb sowohl den S&P 500 als auch die wichtigen Bitcoin-Marken im Blick behalten.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der Bitcoin-Kurs bei rund 75.500 US-Dollar und notiert damit im Tagesvergleich im Minus.

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