XRP bei 2,16 Dollar? Peter Brandt überrascht

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XRP bei 2,16 Dollar? Peter Brandt überrascht (Foto KI generiert)
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XRP bekommt von Star-Trader Peter Brandt ein überraschend gemischtes Zeugnis. Einerseits erkennt der erfahrene Charttechniker ein bullisches Muster, das bei erfolgreicher Bestätigung rechnerisch Raum bis etwa 2,16 US-Dollar eröffnen könnte. Andererseits warnt Brandt ausdrücklich vor einem erheblichen Problem: Über dem aktuellen Kurs wartet seiner Einschätzung nach enormer Verkaufsdruck.

Diese Marke muss XRP zuerst zurückerobern

Ausgangspunkt der Analyse ist eine mögliche Cup-and-Handle-Formation. Bereits am Montag hatte Brandt mit einem Chart auf dieses Muster aufmerksam gemacht. Dabei rückte insbesondere das bisherige Hoch bei rund 1,6572 US-Dollar in den Fokus. Erst ein überzeugender Ausbruch über diese Zone würde die bullische Interpretation deutlich stärken.

Brandt geht inzwischen noch einen Schritt weiter. Auf einer größeren Zeitebene könnte die Formation seiner Einschätzung nach gleichzeitig die rechte Schulter einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Struktur darstellen.

Aus deren Höhe leitet der Trader einen sogenannten „Measured Move“ bis rund 2,16 US-Dollar ab. Das ist allerdings ausdrücklich kein garantiertes Kursziel. Brandt betont selbst, dass Chartformationen sich verändern und ursprünglich errechnete Ziele häufig nicht erreicht werden.

Genau darin liegt der aktuelle Konflikt: XRP besitzt technisch ein interessantes Aufwärtsszenario, doch der Markt hat dieses bislang nicht bestätigt. Solange der Kurs unter rund 1,66 US-Dollar bleibt, ist der entscheidende Ausbruch noch nicht gelungen.

Warum Brandt trotz 2,16-Dollar-Ziel vor XRP warnt

Das größere Problem liegt nach Ansicht Brandts oberhalb des aktuellen Kurses. Dort sieht er eine außergewöhnlich große Menge an sogenanntem Overhead Supply.

Gemeint sind Anleger, die XRP während früherer Kursanstiege deutlich teurer gekauft haben und bei einer Erholung ihre Positionen verkaufen könnten, sobald der Kurs wieder in Richtung ihrer Einstiegspreise steigt. Dadurch entstehen potenziell immer neue Widerstände.

Brandt bezeichnet diesen Angebotsüberhang ausdrücklich als negativen Faktor für XRP. Die von ihm beobachtete rechte Schulter des größeren Chartmusters sei zudem bislang schlecht ausgeprägt und verkürzt. Damit bleibt offen, ob XRP zunächst weitere Konsolidierung benötigt, bevor ein nachhaltiger Ausbruch überhaupt möglich wird.

Auch die aktuelle Kursentwicklung zeigt, dass die Käufer noch keinen klaren Durchbruch geschafft haben. XRP bewegte sich in den vergangenen Tagen überwiegend zwischen etwa 1,48 und 1,52 US-Dollar. Am 25. September wurden dagegen noch rund 1,57 Dollar erreicht.

Kurzfristig wird damit auch die Zone um 1,48 bis 1,50 US-Dollar relevant. Hält sie, können die Bullen einen erneuten Angriff auf 1,57 Dollar und anschließend die entscheidende Region um 1,66 Dollar starten. Fällt XRP dagegen deutlich darunter, würde sich das von Brandt beschriebene bullische Szenario zunächst weiter verzögern.

Monero und Solana gefallen Brandt deutlich besser

Besonders auffällig ist, dass Brandt XRP trotz seines möglichen 2,16-Dollar-Ziels keineswegs zu seinen bevorzugten Altcoin-Charts zählt.

Der Trader verglich XRP unter anderem mit Monero, Solana, Ethereum und Stellar. Bei Monero sieht er den früheren Angebotsüberhang weitgehend absorbiert und bezeichnet XMR mit Abstand als seinen Favoriten. Auch Solanas Cup-and-Handle-Struktur bewertet Brandt deutlich stärker als diejenige bei XRP. Ethereum weist seiner Einschätzung nach zwar ebenfalls eine große Konsolidierungszone auf, jedoch nicht denselben ausgeprägten Angebotsdruck.

Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine rein charttechnische Einschätzung. Brandt erklärte, dass ihn die fundamentale Geschichte hinter XRP oder den anderen Altcoins nicht interessiere. Entscheidend sei für ihn ausschließlich die Kursentwicklung.

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