Robinhood hat die neuen „Robinhood Agents“ auf seinem HOOD Summit 2026 vorgestellt. Nach einem Bericht von Fortune soll die Funktion für die rund 29 Millionen Kunden des Brokers ausgerollt werden.
Statt Charts selbst auszuwerten oder Orders manuell zu setzen, können Nutzer ihrem KI-Agenten künftig Anweisungen in normaler Sprache geben.
KI kann Trades ausführen, während der Nutzer schläft
Robinhood zufolge können die Agenten:
- Märkte und Finanzdaten analysieren,
- eigene Handelsstrategien entwickeln,
- Trades automatisch ausführen,
- festgelegte Bedingungen regelmäßig überprüfen,
- Strategien auch über Nacht weiterlaufen lassen.
Mit sogenannten „Loops“ könnte ein Nutzer beispielsweise festlegen, dass der Agent jeden Morgen den Markt prüft und nur dann handelt, wenn vorher definierte Bedingungen erfüllt sind.
Fortune zufolge können Nutzer dabei zwischen verschiedenen KI-Modellen von OpenAI und Anthropic wählen. In einer Demonstration standen unter anderem GPT-6 Luna, GPT-6 Sol und Anthropic Opus 4.8 zur Auswahl.
150.000 Anleger nutzen bereits KI-Agenten
Bereits im Mai öffnete der Broker seine Infrastruktur über das Model Context Protocol, kurz MCP, für externe KI-Agenten. Seitdem haben nach Angaben von Robinhood bereits mehr als 150.000 Kunden ein spezielles Agentic-Trading-Konto eröffnet. Die angeschlossenen Agenten greifen inzwischen fast 30 Millionen Mal pro Tag auf die Tools der Plattform zu.
Mit der neuen Funktion fällt nun die technische Einstiegshürde weg: Nutzer müssen keinen eigenen Agenten mehr programmieren oder über eine externe Anwendung verbinden.
Eine ähnliche Entwicklung findet bereits direkt auf Blockchains statt. So hatte die Solana Foundation zuletzt neue Agent Skills für KI-Agenten vorgestellt, mit denen Software zunehmend selbstständig Blockchain-Anwendungen und Token nutzen kann.
Robinhood baut Grenzen für die KI ein
Völlig freie Hand bekommen die Agenten allerdings nicht. Nutzer eröffnen ein separates Konto für den KI-Agenten und können festlegen, wie viel Kapital dieser verwenden darf.
Außerdem lässt sich einstellen, dass eine Order erst nach einer manuellen Bestätigung tatsächlich ausgeführt wird. Damit soll verhindert werden, dass ein fehlerhafter Agent unkontrolliert große Positionen eröffnet.
KI-Agenten könnten Trading grundlegend verändern
Auch Unternehmen wie Coinbase, eToro und Public ermöglichen bereits Verbindungen externer KI-Agenten über MCP-Schnittstellen. Robinhood geht nun einen Schritt weiter und bringt die Agenten direkt zum Endkunden.
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