Bitcoin-Tief erreicht? Werden 71.200 Dollar zur entscheidenden Kaufzone?

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Bitcoin-Tief erreicht? Werden 71.200 Dollar zur entscheidenden Kaufzone? (Foto KI generiert)
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Bitcoin hat sich deutlich von seinem Absturz unter 60.000 US-Dollar erholt und notiert aktuell wieder bei rund 77.150 US-Dollar. Wer den Einstieg am Juni-Tief bei 59.227 US-Dollar verpasst hat, steht damit vor einer schwierigen Frage: Jetzt Bitcoin kaufen oder auf den nächsten Rücksetzer warten?

Krypto-Analyst Ali Martinez rückt dafür eine konkrete Marke in den Mittelpunkt: die Kostenbasis der kurzfristigen Bitcoin-Halter bei etwa 71.200 US-Dollar. Ein Rückfall in diese Zone könnte laut seiner Analyse eine deutlich attraktivere Akkumulationschance bieten. Allerdings liegt davor bereits eine wichtige Unterstützung, die darüber entscheiden könnte, ob Bitcoin überhaupt noch einmal so tief fällt.

Warum 71.200 Dollar für Bitcoin jetzt so wichtig sind

Die sogenannte Short-Term Holder Cost Basis zeigt vereinfacht den durchschnittlichen Einstiegspreis jener Bitcoin, die erst seit relativ kurzer Zeit gehalten werden. Glassnode-Daten zufolge lag dieser Wert Anfang September bei rund 71.188 US-Dollar. Damit befindet sich die Kostenbasis der kurzfristigen Anleger inzwischen deutlich unter dem aktuellen Marktpreis.

Martinez verweist darauf, dass Rücksetzer an diese Kostenbasis in früheren Marktphasen wiederholt attraktive Einstiegsgelegenheiten geliefert hätten, bevor Bitcoin seinen übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzte.

Das macht die Zone interessant, aber keineswegs zu einem garantierten Boden.

Beim aktuellen Bitcoin-Kurs von rund 77.150 US-Dollar wäre für einen Test der Marke bei 71.200 US-Dollar zunächst ein Rückgang von ungefähr 8 Prozent notwendig.

Doch zuerst muss diese Bitcoin-Unterstützung brechen

Bevor 71.200 US-Dollar überhaupt relevant werden, steht Bitcoin vor einem näher gelegenen Test. Analysten beobachten derzeit besonders den Bereich um 76.000 bis 76.300 US-Dollar. Bitcoin ist dieser Unterstützung zuletzt bereits gefährlich nahe gekommen. Ein stabiler Halt darüber würde dafür sprechen, dass Investoren weiterhin sogenannte Dips (Rücksetzer des BTC-Kurses) nutzen.

Auf der Oberseite bleibt dagegen die Zone zwischen 79.000 und 82.000 US-Dollar entscheidend. Bitcoin war in der vergangenen Woche bereits über 82.000 US-Dollar gestiegen, konnte dieses Niveau jedoch nicht verteidigen. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Bereich würde die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls auf 71.200 US-Dollar deutlich reduzieren.

Damit entsteht aktuell ein klarer Konflikt:

Hält Bitcoin die Unterstützung bei rund 76.000 US-Dollar und erobert anschließend 79.000 bis 82.000 US-Dollar zurück, könnten Anleger, die auf 71.200 US-Dollar warten, erneut keinen Einstieg bekommen.

Bricht dagegen die Unterstützung, rückt zunächst der Bereich um 74.000 US-Dollar und anschließend die Short-Term-Holder-Kostenbasis bei rund 71.200 US-Dollar in den Fokus. Eine aktuelle Marktanalyse sieht ebenfalls 76.000 bis 79.000 US-Dollar als kurzfristige Handelsspanne und nennt oberhalb von 79.000 US-Dollar wieder 82.000 US-Dollar als mögliches Ziel.

Kaufen oder warten? Diese Marken entscheiden jetzt

Das Bitcoin seinen endgültigen Tiefpunkt bereits gesehen hat, ist trotz der starken Erholung nicht bewiesen. Selbst Coinbase-CEO Brian Armstrong erklärte zuletzt, dass er persönlich davon ausgehe, der Zyklusboden sei erreicht. Er ist der Ansicht, dass Bitcoin in den kommenden ein bis zwei Jahren wieder aufwärts tendieren könnte. Das bleibt eine Einschätzung, keine Gewissheit.

Fest steht: Vom Juni-Tief bei 59.227 US-Dollar hat Bitcoin inzwischen rund 30 Prozent zugelegt. Gleichzeitig liegt der Kurs weiterhin deutlich unter seinem bisherigen Rekordhoch. Wer jetzt einsteigt, kauft damit weder am Tief noch in einem bereits bestätigten neuen Bullenmarkt.

Für den kurzfristigen Marktverlauf sind deshalb drei Bereiche besonders relevant:

  • 76.000 US-Dollar als erste Verteidigungslinie,
  • rund 71.200 US-Dollar als wichtige On-Chain-Kostenbasis und
  • 79.000 bis 82.000 US-Dollar als Widerstandszone.

Ein Rücksetzer unter 76.000 US-Dollar könnte eine attraktivere Kaufzone eröffnen. Fällt BTC dagegen deutlich und nachhaltig darunter, wäre die vermeintliche Kaufchance zugleich ein Warnsignal, dass die aktuelle Erholung strukturell schwächer ist als gedacht.

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