Bitcoin vor dem letzten Ausverkauf? Schlüsselphase im Herbst 2026?

Bitcoin-vor-dem-letzten-Ausverkauf-Schluesselphase-im-Herbst-2026
Bitcoin vor dem letzten Ausverkauf? Schlüsselphase im Herbst 2026? (Foto KI generiert)
Werbung

Bitcoin ist nach der jüngsten Erholung wieder unter die Marke von 80.000 US-Dollar gefallen. Am Dienstag notiert BTC bei rund 78.300 Dollar, nachdem der BTC-Kurs in der vergangenen Woche noch ein Drei-Monats-Hoch bei etwa 82.164 Dollar erreicht hatte.

Genau jetzt rückt eine historische Zyklus-These in den Fokus: Ein letzter Rücksetzer im Herbst 2026 könnte nicht das Ende der Bitcoin-Story sein, sondern den Übergang in die nächste mehrjährige Expansionsphase markieren.

Analyst Matt Stella verweist dabei auf eine auffällige zeitliche Struktur. Sowohl nach dem Hoch von 2017 als auch nach dem Hoch von 2021 dauerte es ungefähr ein Jahr, bis Bitcoin seinen jeweiligen Bärenmarkt-Boden erreichte. Danach folgten jeweils knapp drei Jahre steigender Kurse bis zum nächsten großen Zyklushoch.

Sollte sich dieser Rhythmus erneut wiederholen, wäre ausgerechnet der Herbst 2026 die entscheidende Phase. Bemerkenswert ist: Mit dieser Einschätzung steht Stella keineswegs allein.

Warum der historische Bitcoin-Zyklus gerade erstaunlich gut passt

Die Logik hinter der Analyse ist vergleichsweise einfach. Bitcoin erreichte Ende 2017 sein damaliges Zyklushoch und fiel bis Dezember 2018 in seinen Bärenmarkt-Boden. Vom Tief Ende 2018 bis zum nächsten großen Hoch im November 2021 vergingen anschließend knapp drei Jahre.

Ein ähnliches Muster zeigte sich danach erneut: Auf das Hoch im November 2021 folgte der Bärenmarkt-Boden im November 2022. Rund 35 Monate später erreichte Bitcoin im Oktober 2025 bei etwa 126.000 Dollar erneut ein Rekordhoch.

Die von Stella genannten rund 13 Monate Bärenmarkt und anschließend etwa 34 Monate Expansion sind deshalb keine exakten Naturgesetze, treffen die historischen Zeitfenster aber erstaunlich gut.

Vom Rekordhoch im Oktober 2025 bis September 2026 sind mittlerweile ungefähr elf Monate vergangen. Eine mechanische Wiederholung früherer Zyklen würde damit tatsächlich auf ein finales Tief zwischen September und November 2026 hindeuten.

Genau diese Möglichkeit erwähnt inzwischen auch Fidelity. Das Unternehmen schreibt in seinem aktuellen Q4-Ausblick, dass manche Anleger aufgrund des Vierjahreszyklus mit einem Bitcoin-Boden um November 2026 rechnen. Fidelity warnt allerdings ausdrücklich davor, daraus einen präzisen Markt-Timer abzuleiten. Das Tief könnte bereits im Sommer erreicht worden sein oder erst später entstehen.

Und das ist die wichtigste Schwäche von Stellas Argumentation: Zwei ähnlich verlaufende Zyklen sind noch kein statistisch belastbares Gesetz.

Peter Brandt und Benjamin Cowen erwarten ebenfalls ein finales Tief

Besonders auffällig ist die Übereinstimmung mit Peter Brandt. Der seit Jahrzehnten aktive Trader erwartet seit Monaten ein „investierbares Tief“ im September oder Oktober 2026. Brandt ging zuletzt sogar so weit, den 4. Oktober als möglichen Boden zu nennen. Gleichzeitig betont er selbst, dass eine derart genaue Terminierung spekulativ bleibt.

Sein langfristiges Szenario ähnelt Stellas These noch stärker: Sollte Bitcoin seinen historischen Zyklus beibehalten, hält Brandt nach dem kommenden Tief einen neuen mehrjährigen Aufwärtstrend für möglich. Für September oder Oktober 2029 nennt er unter dieser Voraussetzung einen Bereich von 300.000 bis 500.000 Dollar. Auch Brandt formuliert dieses Ziel ausdrücklich als bedingtes Zyklus-Szenario und nicht als sichere Prognose.

Benjamin Cowen kommt aus einer anderen Richtung zu einem ähnlichen Ergebnis. Seine Analyse berücksichtigt neben dem Zyklus auch Liquidität, Zinsen und die langfristige Bitcoin-Marktstruktur.

Cowen sieht das vierte Quartal 2026 weiterhin als plausibles Zeitfenster für einen Boden. Nach dem Einbruch bis in den Bereich um 57.000 Dollar und der anschließenden Erholung sei die Frage inzwischen weniger, ob ein Bärenmarkt stattgefunden hat, sondern ob dessen finale Bereinigung bereits abgeschlossen ist.

Stella argumentiert mit der Länge früherer Bären- und Expansionsphasen, Brandt mit historischen Bitcoin-Zyklen und Cowen zusätzlich mit Makro- und Marktstruktur. Alle drei Modelle landen dennoch ungefähr im selben Zeitfenster.

Glassnode liefert ebenfalls Argumente dafür, dass die Bodenbildung möglicherweise noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Die On-Chain-Analysten bezeichneten die aktuelle Phase im August als laufende Kapitulation, bei der der Bodenbildungsprozess begonnen habe, die vollständige Erschöpfung der Verkäufer jedoch noch nicht erreicht sei.

Diese Bitcoin-Marke entscheidet gegen die Bärenmarkt-These

Das Gegenargument ist allerdings inzwischen deutlich stärker geworden. Bitcoin ist von seinem Tief um 57.000 bis 60.000 Dollar massiv gestiegen und hat zuletzt wieder mehr als 82.000 Dollar erreicht. Rekt Capital sieht BTC aktuell in einer großen Handelsspanne zwischen ungefähr 60.000 und 82.500 Dollar.

Kurzfristig entstehen zwar höhere Hochs, auf Wochenbasis bestehen aber weiterhin niedrigere Hochs. Ein nachhaltiger Ausbruch über etwa 82.500 Dollar mit anschließendem erfolgreichen Retest würde diese Struktur entscheidend verändern. Rekt Capital zufolge würden neue Bärenmarkt-Tiefs in diesem Fall deutlich unwahrscheinlicher.

Unterhalb von rund 82.500 Dollar bleibt das Szenario eines weiteren Rücksetzers intakt. Ein überzeugender Ausbruch darüber wäre dagegen ein starkes Argument dafür, dass das Tief bereits hinter Bitcoin liegt.

Hinzu kommt ein entscheidender Unterschied gegenüber 2018 und 2022: Die Marktstruktur hat sich verändert. Spot-Bitcoin-ETFs existierten während der früheren Bärenmärkte nicht. Allein zwischen dem 2. und 4. September flossen nach Daten von Farside netto rund 1,01 Milliarden Dollar in die US-Produkte. Solche institutionellen Kapitalströme können historische Zyklusmuster abschwächen oder verschieben.

Fidelity Digital Assets argumentiert aus diesem Grund, dass Bitcoin mit wachsender Marktkapitalisierung und sinkender Volatilität möglicherweise zunehmend reift. Extreme Boom-and-Bust-Zyklen könnten dadurch an Bedeutung verlieren.

Noch deutlicher widerspricht Tom Lee einem unmittelbar bevorstehenden finalen Ausverkauf. Der Fundstrat-Stratege bezeichnet die jüngste Erholung als möglichen Beginn einer größeren Aufwärtsbewegung und hält weiterhin Kurse bis 150.000 Dollar für möglich. Besonders die Fed-Entscheidung im September und eine mögliche stärkere institutionelle Nachfrage im vierten Quartal sieht Lee als potenzielle Katalysatoren.


>> Guide: Bitcoins mit PayPal kaufen <<

Krypto kaufen

Kryptowährungen kaufen, aber richtig

Wer nach einer Meldung selbst investieren möchte, braucht zuerst einen regulierten Zugang zum Markt. Bei eToro lassen sich Krypto, Aktien und ETFs in einem Konto handeln, einmalig oder regelmäßig über die Zeit verteilt.

  • EU- und MiCA-reguliertCySEC-Lizenz 109/10, MiCA seit 2025
  • Alles in einem DepotKrypto, Aktien und ETFs
  • CopyTraderErfahrene Trader kopieren
  • Einzahlung per PayPalauch Karte, SEPA und Skrill
Kostenlos Konto bei eToro eröffnen Konto in wenigen Minuten. Vorher testen geht im Demokonto mit 100.000 $ Guthaben. Ihr Kapital ist einem Risiko ausgesetzt. 51 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich; eine MiCA-Zulassung schützt nicht vor Kursverlusten. Keine Anlageberatung. Details im eToro-Testbericht.
Teilen
Inhalt
Auch Interessant
Bitcoin-verliert-wichtige-Niveaus-Analyst-haelt-an-94000-Dollar-fest
Elon-Musks-SpaceX-verkauft-keinen-einzigen-Bitcoin-157-Milliarden-Dollar-bleiben-investiert
Bitcoin-faellt-auf-82000-Dollar-Ist-der-Weg-fuer-eine-neue-Rallye-jetzt-in-Gefahr