US-Senat nimmt Krypto-Steuern ins Visier – Anhörung am 1. Oktober angesetzt

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Der Finanzausschuss des US-Senats lädt führende Branchenvertreter und Steuerexperten zur Anhörung. Im Fokus stehen offene Fragen zur Besteuerung von Staking, Token-Launches und DeFi-Transaktionen.

Anhörung zu Krypto-Steuern im Senat

Am Mittwoch, den 1. Oktober 2025, befasst sich der Finanzausschuss des US-Senats offiziell mit der Frage, wie digitale Vermögenswerte künftig steuerlich behandelt werden sollen. Die Anhörung trägt den Titel „Examining the Taxation of Digital Assets“ und findet um 10:00 Uhr Ortszeit (16:00 Uhr MESZ) im Dirksen Senate Office Building, Raum 215 statt.

Auf der Agenda stehen Eröffnungsstatements von Vorsitzendem Mike Crapo sowie Ranking Member Ron Wyden, bevor externe Sachverständige ihre Sicht auf die aktuellen Herausforderungen darlegen. Ein Livestream wird auf der Website des Ausschusses verfügbar sein.

Hochkarätige Zeugenliste

Zur Anhörung geladen sind Vertreter aus Politikberatung, Unternehmenspraxis, Rechtswissenschaft und Berufsverbänden:

  • Jason Somensatto, Policy Director von Coin Center, einer führenden US-Denkfabrik für Kryptoregulierung
  • Andrea S. Kramer, Gründungspartnerin von AS Kramer Law, spezialisiert auf Steuer- und Finanzrecht
  • Lawrence Zlatkin, Vice President of Tax bei Coinbase
  • Annette Nellen, Vorsitzende der Digital Assets Tax Task Force des American Institute of CPAs (AICPA)

Die breite Aufstellung signalisiert, dass es nicht nur um Detailfragen geht, sondern um ein umfassendes Bild der steuerlichen Realität im Kryptosektor.

Politischer Hintergrund

Die Anhörung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Anfang des Jahres hatte der Senat mit klarer Mehrheit eine Biden-Verordnung gekippt, die ab 2027 auch dezentrale Finanzplattformen zu Broker-ähnlichen Steuer-Reports verpflichtet hätte. Die Branche hatte diesen Ansatz als technisch unpassend und ökonomisch unverhältnismäßig kritisiert.

Nun geht es weniger um einzelne Vorschriften, sondern um die Grundsatzfrage, wie digitale Vermögenswerte in das System der US-Einkommensteuer integriert werden sollen. Diskutiert werden Themen wie:

  • steuerliche Behandlung von Staking-Erträgen und Token-Launches
  • Protokoll-Level-Distributions (z. B. Airdrops)
  • Nachweis und Dokumentation von Anschaffungskosten (Basis Tracking)
  • Anwendung der Wash-Sale-Regeln auf Krypto
  • Informations- und Meldepflichten für Wallets und Plattformen

Bislang gibt es keinen Gesetzentwurf, der direkt an die Anhörung gekoppelt wäre. Vielmehr scheint es um eine Sondierung zu gehen, die künftige Gesetzesinitiativen vorbereiten könnte.

Reaktionen und Spekulationen

In der Kryptoszene sorgt der Termin bereits für Diskussionen. Marktteilnehmer versuchen, politische Tendenzen herauszulesen. Der bekannte Trader TheFlowHorse spekulierte auf X (ehemals Twitter):

„Die Trump-Administration wird alles tun, um ihre Krypto-Aktivitäten steuerlich zu entlasten…“

Ob diese Einschätzung zutrifft, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Haltung der republikanischen Mehrheit unterscheidet sich deutlich von den Ansätzen unter Präsident Biden – und könnte den Ton der Debatte maßgeblich prägen.

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