5 Monate Verlustdruck bei Bitcoin: Jetzt entscheidet ein Support

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5 Monate Verlustdruck bei Bitcoin: Jetzt entscheidet ein Support (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

Bitcoin sendet ein Warnsignal, das Anleger nicht ignorieren sollten. Seit fünf Monaten bleibt der realisierte Gewinn- und Verlustsaldo negativ. Das bedeutet: Am Markt werden nicht nur Buchverluste gesehen, sondern tatsächlich Verluste realisiert. Noch ist das keine Kapitulation wie 2022, doch jetzt zählt eine Zone ganz besonders: 48.000 bis 56.000 US-Dollar.

Der aktuelle Bitcoin-Kurs liegt bei rund 59.700 US-Dollar und damit noch oberhalb der wichtigsten Kostenbasis großer Haltergruppen. Genau das hält den Markt bislang stabil. Fällt Bitcoin jedoch unter diese Spanne, könnten weitere Gruppen in die Verlustzone rutschen. Dann wäre der Rücksetzer nicht mehr nur kontrollierter Stress, sondern könnte in eine deutlich härtere Verkaufsphase kippen.

Fünf Monate Verluste: Warum dieses Signal jetzt gefährlich wird

Der Bitcoin Net Realized Profit/Loss auf 90-Tage-Basis bleibt mit rund minus 203 Millionen US-Dollar klar negativ. Diese Kennzahl zeigt, ob Anleger beim Verkauf im Schnitt Gewinne oder Verluste realisieren. Seit Ende Januar ist sie nicht mehr nachhaltig in positives Terrain zurückgekehrt.

Das ist wichtig, weil ein dauerhaft negativer Wert zeigt, dass Verlustverkäufe den Markt dominieren. Im Frühjahr fiel die Kennzahl bereits auf fast minus 470 Millionen US-Dollar. Danach gab es zwar eine Erholung, doch der jüngste Rückgang von etwa 73.000 auf 60.000 US-Dollar hat den Druck wieder verstärkt.

Damit erinnert die Struktur an frühe Phasen früherer Bärenmärkte. Der Unterschied: Die aktuelle Lage ist noch nicht so extrem wie während der Kapitulation 2022, als die Kennzahl auf rund minus 600 Millionen US-Dollar fiel. Bitcoin steht also unter Druck, aber der Markt ist noch nicht vollständig gebrochen.

Diese Halter-Zone hält Bitcoin noch zusammen

Entscheidend ist jetzt die realisierte Kostenbasis verschiedener Wallet-Gruppen. Sie zeigt, zu welchen Durchschnittspreisen unterschiedliche Halter ihre Bitcoin aufgebaut haben. Daraus lässt sich ableiten, wo der Markt echte Unterstützung findet.

Die wichtigsten Werte liegen aktuell eng beieinander. Sehr große Wallets mit mehr als 10.000 BTC haben eine Kostenbasis bei rund 48.100 US-Dollar. Kleinere Adressen mit 10 bis 100 BTC liegen bei etwa 47.800 US-Dollar. Große Wallets mit 1.000 bis 10.000 BTC kommen auf rund 56.500 US-Dollar.

Genau daraus entsteht die entscheidende Unterstützungszone zwischen 48.000 und 56.000 US-Dollar. Solange Bitcoin darüber bleibt, sind wichtige Haltergruppen weiterhin im Gewinn. Das reduziert die Gefahr, dass diese Anleger in Panik verkaufen und eine neue Verlustwelle auslösen.

Anders sieht es bei der Gruppe mit 100 bis 1.000 BTC aus. Deren Kostenbasis liegt bei etwa 65.700 US-Dollar. Bei einem Kurs um 59.700 US-Dollar liegt diese Gruppe bereits rund 9 Prozent im Minus. Das erklärt, warum weiterhin Verluste realisiert werden, obwohl viele langfristige und große Halter noch nicht unter Wasser stehen.

65.700 US-Dollar werden zur Hürde, 48.000 US-Dollar zur Gefahr

Die Marke von 65.700 US-Dollar ist jetzt die erste große Belastungszone. Dort liegt die Kostenbasis jener Haltergruppe, die aktuell besonders unter Druck steht. Eine Rückkehr über diesen Bereich würde zeigen, dass ein Teil der Verlustverkäufer wieder entlastet wird.

Bleibt Bitcoin jedoch darunter, dürfte jeder Erholungsversuch anfällig bleiben. Anleger, die nahe dieser Zone gekauft haben, könnten steigende Kurse nutzen, um ohne größere Verluste auszusteigen. Das macht 65.700 US-Dollar kurzfristig zu einem Widerstand.

Noch wichtiger ist aber die Unterseite. Ein Bruch unter 56.000 US-Dollar würde den Markt deutlich näher an die Kostenbasis weiterer Haltergruppen bringen. Fällt Bitcoin sogar in Richtung 48.000 US-Dollar oder darunter, würde die Struktur gefährlicher werden. Dann wären nicht mehr nur jüngere oder mittlere Käufer im Minus, sondern auch Teile der stabileren Halterbasis.

Genau darin liegt der Kernkonflikt: Bitcoin zeigt bereits ein klares Verlustsignal, aber noch keine breite Kapitulation. Solange die Zone zwischen 48.000 und 56.000 US-Dollar hält, bleibt der Rückgang eher ein kontrollierter Risk-off-Markt. Bricht diese Zone, könnte aus dem Rücksetzer eine neue Abverkaufsphase werden.

Der wichtigste Hoffnungspunkt wäre eine Rückkehr des realisierten Gewinn- und Verlustsaldos über die Nulllinie. Erst dann wäre klar, dass die Welle der Verlustverkäufe nachlässt. Bis dahin bleibt Bitcoin angeschlagen. Jetzt entscheidet nicht die nächste Schlagzeile, sondern diese Unterstützungszone: Hält sie, lebt die Chance auf Stabilisierung. Bricht sie, wird es für Bitcoin deutlich ernster.


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