XRP für Banken? CEO: Nur hoher Preis verhindert Slippage

XRP für Banken? CEO: Nur hoher Preis verhindert Slippage
Beitragsbild: KI-generiert
Diesen Artikel mit KI zusammenfassen lassen. Beim Klick werden Sie an den jeweiligen Anbieter weitergeleitet. Es gelten die Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Anbieters.
KI Zusammenfassung von:

In der Diskussion um XRP geht es oft um die Marktkapitalisierung, doch genau das greift laut Jake Claver zu kurz. Der CEO der Digital Ascension Group meint, die entscheidende Frage sei eine andere: Kann XRP überhaupt Zahlungsströme im Stil von Banken abwickeln, ohne dass die Kosten durch schlechte Ausführung und Slippage explodieren? In einem Video vom 26. März erklärte Claver, warum aus seiner Sicht vor allem eines nötig wäre, damit XRP wirklich im großen Maßstab funktionieren kann: ein deutlich höherer, möglichst stabiler Preis.

Warum die Marktkapitalisierung laut Claver am Kern vorbeigeht

Claver argumentiert, dass die Marktkapitalisierung nur eine Momentaufnahme ist und ein falsches Bild vermittelt. Sie tut so, als könnte jeder Token zum zuletzt gehandelten Preis verkauft oder genutzt werden. In der Praxis entscheidet aber, ob genug handelbare Liquidität vorhanden ist und ob große Orders den Markt nicht aus dem Gleichgewicht bringen.

Stattdessen verweist er auf ein von ihm beschriebenes Modell, eine Art Liquiditätsindex. Darin berücksichtigt er mehrere Faktoren, die für ein Zahlungsnetzwerk wichtig sind: Markttiefe, durchgehende Liquidität, Slippage, verfügbarer Bestand, Settlement Geschwindigkeit und Zugang. Seine Schlussfolgerung: Für ein Asset, das globale Zahlungen tragen soll, zählt nicht der Hype, sondern ob Transaktionen in großem Stil sauber und planbar durchgehen.

Der zentrale Punkt: Hoher Preis als „Hebel“ für Bank-Transaktionen

Der Kern seiner These beginnt bei der verfügbaren Menge. Entscheidend sei nicht nur, wie viele XRP es insgesamt gibt, sondern wie viele davon tatsächlich jederzeit am Markt verfügbar sind. Wenn ein großer Teil in langfristigen Beständen liegt oder anderweitig gebunden ist, wird der frei handelbare Anteil kleiner, und der verbleibende Float wird entsprechend wertvoller.

Besonders wichtig sei für Institutionen die Markttiefe. Claver vergleicht Liquidität mit einem Wasserbecken: Ist es zu flach, sorgt ein großer „Sprung“ für Chaos. Bei einer grenzüberschreitenden Zahlung von zum Beispiel 100 Millionen US Dollar würde eine dünne Orderbook Liquidität den Preis stark verschieben, und das Geschäft würde für Banken unattraktiv.

Claver macht es an einem einfachen Rechenbeispiel deutlich: Kostet ein XRP 1 US Dollar, müssten für 100 Millionen US Dollar auch 100 Millionen XRP im Markt bereitstehen, um diese Größenordnung reibungslos aufzunehmen. Liegt XRP dagegen bei 100 US Dollar, reicht theoretisch 1 Million XRP, um denselben Wert zu bewegen. Der Preis wird damit zum Hebel, um große Volumina mit weniger Token und weniger Marktstress abzuwickeln.

Eng damit verbunden ist Slippage. Claver behauptet, dass eine sehr große XRP Transaktion heute im Extremfall rund 10 Prozent allein durch Slippage verlieren könnte, also etwa 10 Millionen US Dollar bei einem 100 Millionen Trade. Klassische Märkte, etwa bei großen Aktien, liegen laut ihm eher bei deutlich unter einem Prozent. Um diese Lücke zu schließen, müsse deutlich mehr Wert in den Orderbüchern stehen, grob um den Faktor 20 bis 100. Da das Angebot begrenzt ist, würde nach seiner Logik vor allem der Preis die nötige „Arbeit“ leisten.

Weniger verfügbare XRP und Geschwindigkeit reichen allein nicht

Claver geht außerdem davon aus, dass die frei verfügbare Menge an XRP langfristig noch knapper werden könnte. Als mögliche Gründe nennt er unter anderem ETF Produkte, Bestände in Firmen und Bank Treasuries sowie gebundene Liquidität in DeFi Pools. Wenn die Nachfrage steigt, während weniger XRP an Börsen verfügbar sind, könnte der Preis aus seiner Sicht nicht langsam ansteigen, sondern irgendwann sprunghaft reagieren, weil Verkäufer fehlen.

Ein weiterer Baustein ist die Geschwindigkeit. XRP Transaktionen werden häufig in 3 bis 5 Sekunden final abgewickelt. Das könne Market Makern helfen, Liquidität schneller zu drehen und effizienter zu nutzen. Claver betont jedoch: Geschwindigkeit bringt wenig, wenn jede große Transaktion gleichzeitig hohe Slippage verursacht. Dann werde aus dem Tempo nur ein schneller Weg, Geld zu verlieren.

Sein Fazit: Wenn XRP tatsächlich als Brücke für große, internationale Zahlungstransfers dienen soll, dann ist ein höherer Preis nicht nur ein Wunsch der Community, sondern aus seiner Sicht eine strukturelle Voraussetzung, damit die Märkte tief genug werden und Banken nicht an Ausführungskosten scheitern. Zum Zeitpunkt seiner Aussagen lag XRP bei rund 1,33 US Dollar.

Teilen
Das könnte dich auch interessieren
Beitragsbild zu eToro vs. Cex.io
eToro vs. Cex.io: Die Börsen im Vergleich
Beitragsbild zu eToro vs. BSDEX
eToro vs. BSDEX: Die Börsen im Vergleich
Beitragsbild zu eToro vs. Kraken
eToro vs. Kraken: Die Börsen im Vergleich
Beitragsbild zu eToro vs. KuCoin
eToro vs. KuCoin: Die Börsen im Vergleich
Inhalt
Auch Interessant
Bitcoin: ETF-Käufe stützen Kurs – Hürde bei 72.600 US$
Beitragsbild zu eToro vs. Bitget
Beitragsbild zu eToro vs. Stormgain
Filtern nach ...
... Kryptowährungen
Kryptowährung
1 | Krypto suchen
... Krypto - Art
4 | Krypto Art
... Zahlungsmethode
Einzahlungsmethode
2 | Zahlungmethode
... Funktionen
Funktionen
5 | Funktionen
... Regulierung
Regulierung
6 | Regulierung
... weiteren Assets
Assets
3 | Handelbare Assets
Aktive Filter: