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Spread einfach erklärt

Spread

Der Spread ist eine wichtige Einheit beim Handeln mit Aktien, Derivaten, Optionen und Differenzkontrakten (CFDs). Für Broker, Market-Maker und andere Anbieter ist der Spread eine wichtige Einnahmequelle, da er als eine Art Gebühr dient. Was ist also ein Spread?

Ein Spread ist ein Begriff aus der Finanzwelt, der die Differenz zwischen zwei Werten beschreibt.

In der Finanzwelt gibt es eine ganze Reihe von unterschiedlichen Arten von Spreads. Das Wort selbst kommt aus dem Englischen, genauer von dem Verb „to spread“. Im Kontext der Börse beschreibt dieses Wort häufig die Differenz zwischen verschiedenen gehandelten Werten. Daher kann das Wort Spread in verschiedenen Zusammenhängen auftreten.

Die Bedeutung eines Spreads mit Beispiel

Welche Arten von Spreads gibt es?

In Verbindung mit dem Finanzmarkt werden Spreads am häufigsten in folgenden Zusammenhängen verwendet:

  1. Bid-Ask-Spread: Die Differenz zwischen dem Preis, den ein Käufer bereit ist zu zahlen (Bid oder Geldkurs genannt) und dem Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, zu verkaufen (Briefkurs oder Ask genannt).
  2. Zins-Spread: Die Differenz zwischen zwei Zinssätzen. Im Finanzmarkt die Differenz zwischen zwei Renditen.
  3. Kredit-Spread: Die Differenz zwischen den ausgegebenen Zinssätzen bei Krediten. Im Finanzmarkt bei Anleihen und Schuldtiteln oft verwendet.
  4. Forex-Spread: Die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Währungspaares.
  5. Broker-Spread: Eigentlich Spread-Kosten oder auch Gebühren pro Order. Die Differenz zwischen dem Kurs beim Broker zum aktuellen Marktwert.

Bid-Ask-Spread

Der Spread stellt die Differenz zwischen dem Kaufkurs (Offer) und dem Verkaufskurs (Bid) zum Basiswert dar. In der Regel liegt der Kaufpreis des zugrundeliegenden Basiswerts oberhalb des Marktwertes, während der Verkaufspreis darunter liegt. Sie sind von dem Trader zusätzlich zu entrichten und gehen direkt an den Broker, die dadurch ihre Einnahmen erzielt.

Man spricht auch vom Bid-Ask-Spread (Übersetzung: Geld-Brief-Spanne) als die ursprünglichste Form des Spreads. Das Kaufangebot hieß früher Geldkurs, während das Verkaufsangebot als Briefkurs beschrieben wurde.

Da der Verkäufer einen Gewinn erzielen möchte, liegt sein Preis etwas oberhalb über dem Marktpreis. Der Käufer allerdings möchte so niedrig wie möglich einkaufen. Diese Geld-Brief-Spanne, die Ausdehnung zwischen den beiden Parteien, ist dann der Spread. Beide Parteien treffen sich im besten Falle in der Mitte.

Die Berechnung der Geld-Brief-Spanne ist recht einfach. Sie ergibt sich, wenn der Briefkurs vom Geldkurs abgezogen wird, multipliziert mit der Menge der zu erwerbenden Anleihen. Bei einem Geldkurs von 30 Euro und einem Briefkurs von 26 Euro ergäbe sich ein Spread von 4 Euro. Will der Interessierte 100 Anleihen kaufen, muss er somit 400 Euro als Spread begleichen.

Welche Bedeutung hat der Bid-Ask-Spread

Der Spread kann als wichtiges Instrument zur Bestimmung des Angebots und der Nachfrage dienen. Bei einer geringen Spanne zwischen dem Verkaufskurs und dem Kaufpreis, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Parteien einem Handel zustimmen werden. Ist der Spread jedoch äußerst hoch, die Spanne zwischen den Verkaufs- und Kaufpreisen weit auseinander, dann kommt möglicherweise kein Handel zustande.

Unterschiedliche Faktoren können auf den Spread einwirken:

  • Volatilität: Schwankungen beim Kurs können dazu führen, dass bestimmte Werte im Preis stark fluktuieren. Das macht sich auch im Spread bemerkt, da entweder der Käufer oder der Verkäufer einen weitaus niedrigeren/höheren Preis verlangen wird.
  • Liquidität: Je liquider, das heißt, je größer die für den Handel zur Verfügung stehende Menge, desto geringerer dürfte der Spread ausfallen. Eine hohe Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot wird den Spread erhöhen.
  • Handelsvolumen: Ein hohes Handelsvolumen begünstigt vor allem den Verkauf, da dadurch der Preis in die Höhe getrieben werden kann. Wenn Interessierte den hohen Spread nicht begleichen können, dann findet sich andere.

Der Spread hat sich überdies als ein nützliches Mittel zur Risikobewertung etabliert. Ein hoher Spread gilt allgemein als ein guter Indikator für risikoreiche Assets. Spreads werden bei vielen Analysen als Vergleichszahlen angeführt.

Zins-Spreads: Was ist das?

Spread bezeichnet in der Finanzwirtschaft die Differenz zwischen zwei zu vergleichenden Kapitalmarktgrößen. Unter Zins-Spread wird allgemein die Differenz zwischen zwei Zinssätzen beziehungsweise Renditen verstanden; üblicherweise wird damit der Auf- beziehungsweise Abschlag auf einen Referenzzinssatz (z. B. EURIBOR, LIBOR) bezeichnet.

Bundesfinanzministerium

Klingt kompliziert? Muss nicht sein. Das ist ein Zins-Spread einfach erklärt:

Du benötigst einen Kredit. Bank A gibt dir das Geld mit einem Zins von 5 Prozent, Bank B mit einem Zins von 10 Prozent. Dann ist hier der Zins-Spread bei 10 – 5 Prozent, also 5 Prozent. Im Finanzmarkt wird der Begriff verwendet, um die Differenz zwischen zwei Assets (Aktien/Anleihen/Kredite) zu bezeichnen. Als Beispiel dienen Staatsanleihen. Die Staatsanleihe von Land A bietet einen Zinssatz von 1 Prozent an, die Staatsanleihe von Land B einen Zinssatz von 5 Prozent an. Damit ist die Staatsanleihe von Land B attraktiver. Der Zinssatz zeigt jedoch auch an, dass es riskanter ist, die Staatsanleihe von Land B zu kaufen.

BitcoinBasis

Kredit-Spread

Der Kredit-Spread (auch Credit Spread genannt) bezieht sich auf den unterschiedlichen Zinssatz bei ausgegebenen Krediten eines Assets. Ein ganz einfaches Beispiel:

Du verleihst Geld an zwei Personen mit einer Laufzeit von 6 Monaten (dieselbe Laufzeit). Person A ist zuverlässig und zahlt sein Geld immer pünktlich zurück. Person B ist eher unzuverlässig und du musst deinem Geld hinterherlaufen. A gibst du einen niedrigeren Zinssatz mit einem Prozent, weil du weißt, dass du dein Geld bekommst (risikofreier Referenzzinssatz). Aber Person B hingegen gibst du einen Risikoaufschlag und einen Zinssatz von 3 Prozent (risikobehafteter Referenzzinssatz / Risikoprämie). Obwohl du an beide Geld verleihst (dasselbe Asset).

BitcoinBasis

Als Beispiel dient die Staatsanleihe. Staaten leihen sich Geld durch die Ausgabe von Anleihen und jede Anleihe hat einen ausgegebenen Zinssatz (Rendite). Anleihen von Deutschland oder der USA gelten als sicher, weshalb sie niedrigere Renditen bieten.

Riskanter sind zum Beispiel Unternehmensanleihen oder Anleihen von nicht sichereren Staaten. Die Zentralbank von Tunesien gibt z. B. einen hohen Zinssatz aus.

Forex-Spread

Der Forex-Spread ist die Differenz bei Währungspaaren zwischen dem Einkaufs- und dem Verkaufspreis. Einfach erklärt ist es nichts anderes als bei jeder Wechselstube:

Du fliegst in die USA und brauchst US Dollar. Am Flughafen tauscht du 1 Euro in 1 USD um. Bei der Rückreise willst du deine US Dollar wieder in Euro umtauschen. Du erhältst einen Kurs von: 1 USD = 0,80 Euro. Die Differenz von 0,2 ist der Spread bei den Währungspaaren.

BitcoinBasis

Auf diese Weise funktionieren Forex-Spreads. Nur eben mit kleineren Spreads und dass alles an der Börse oder bei einem Broker stattfindet.

Broker-Spread

Beim Broker, zum Beispiel beim Handel mit Differenzkontrakten oder beim Optionshandel, wird der Spread vom Betreiber der Plattform festgelegt. Für den Trader ist es profitabel, bei einem niedrigen Spread zu traden, um zusätzliche Kosten zu sparen. Häufig sind es gerade riskante Assets mit hohen Spreads.

Der Broker kann gegebenenfalls auch zusätzliche Kommissionen festlegen, die zum Spread drauf gerechnet werden. Beim Handel mit Aktien sind es in der Regel nur Kommissionen, welche als „Gebühr“ zum Trade verlangt werden. Bei manchen Vermögenswerten sind es Mischformen von Spreads und anderen Kosten.

Beim Trading muss der Anleger nicht nur den Spread als zusätzliche Kosten mit einberechnen. Er muss auch sichergehen, dass die Gewinne aus dem Trade die zusätzlichen Kosten des Spreads wieder einfahren. Wenn die Gebühren den Gewinn verschlingen, dann steht der Trader wieder bei null da.

Der Spread ist besonders wichtig beim Handel mit Differenzkontrakten. Je kleiner der Spread, desto niedriger die Kosten. Ein hoher Spread hingegen erhöht nicht nur die Kosten, er zeigt ebenfalls an., dass der Markt besonders volatil ist oder weniger Liquidität auf der Plattform bereitsteht. Beliebte Wertpapiere und Handelspaare verfügen daher öfter über niedrigere Spreads.

Punkte, Ticks und Pips

Beim Broker stoßen Trader schnell auf Begriffe wie Punkte, Ticks und Pips. Hierbei handelt es sich um Umschreibungen, welche Preisänderungen beim Spread anzeigen. Die Punkte stellen die größtmögliche Preisänderung dar und Ticks sind die kleinsten Preisänderungen.

Ein Punkt ändert den Preis vor der Kommastelle, addiert also zusätzliche Prozentpunkte oben drauf oder herunter. Ein Tick hingegen stellt eine Änderung des Preises nach der Kommastelle dar. Als kleinste Anpassung der Preise gilt der Pip. Er ändert den Preise des Spread nach der zweiten oder der vierten Nachkommastelle, je nach dem, welches Währungspaar beim Devisenhandel gehandelt wird.

Bundesfinanzministerium, Zins-Spread

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