Der bekannte Trader Peter Brandt blickt weit nach vorn und zeichnet ein Szenario, in dem Bitcoin bis Ende 2029 auf neue Rekordstände steigen könnte. Gleichzeitig bleibt er kurzfristig vorsichtig: Aus seiner Sicht fehlt dem Markt aktuell noch das typische Signal, das man bei einem nachhaltigen Boden erwarten würde.
Brandts Bitcoin Szenario bis 2029
In einem Beitrag auf X beschreibt Brandt einen möglichen Fahrplan, der jedoch an eine klare Bedingung geknüpft ist. Nur wenn Bitcoin seine zyklischen Muster weiter so fortsetzt, wie Brandt sie in den vergangenen rund 15 Jahren beobachtet hat, sieht er einen Ablauf mit zwei zentralen Zeitfenstern.
Demnach könnte ein „investierbares Tief“ im September oder Oktober 2026 entstehen. Dieses Tief könnte das vorherige Tief aus dem Februar 2026 unterschreiten, muss es aber nicht. Sollte sich dieses Muster dann erneut bestätigen, erwartet Brandt den nächsten großen Höhepunkt im September oder Oktober 2029, mit einem möglichen Kursbereich zwischen 300.000 und 500.000 US Dollar.
Warum er aktuell noch keinen Boden sieht
Trotz der optimistischen Langfristprojektion macht Brandt klar, dass ihm die aktuelle Marktstruktur noch nicht wie ein sauberer Wendepunkt vorkommt. Auf eine Analyse von JDK Analysis reagierte er knapp mit den Worten: „Das sieht nicht nach einem Boden aus.“
JDK Analysis sprach zwar von einer möglichen „Short Re Accumulation“, betonte aber ebenfalls, dass es sich nur um eine Wahrscheinlichkeitsannahme handelt. Entscheidend sei, dass die Bullen klare Stärke zeigen und den Anstieg bestätigen. Bleibt diese Anschlussdynamik aus, gilt das jüngste Tief aus dieser Sicht nicht als starkes Fundament.
Auch in der besprochenen Chartlage schwang Vorsicht mit: Mehrere Tests lokaler Hochs, nachlassendes Volumen beim Anstieg und ein mögliches Ungültigkeitsniveau oberhalb von rund 80.500 US Dollar. Ohne einen überzeugenden Ausbruch könnte eine Fortsetzung nach unten wahrscheinlicher bleiben.
Wichtige Marken und der Blick auf die Charttechnik
Brandt verwies außerdem auf den Charttechniker Aksel Kibar, den er als besonders erfahrenen Analysten der klassischen Chartlehre bezeichnet. Kibar betont vor allem den Prozess: Chartformationen sind nicht in Stein gemeißelt, sie müssen sich durch den Kursverlauf bestätigen. Was zunächst wie ein Keil aussieht, kann sich später als Kanal entpuppen und dann ein anderes Handeln erfordern.
In den aktuellen Charts bleibt Bitcoin laut der beschriebenen Lage unter einer aufwärts gerichteten Widerstandslinie und auch unter dem 365 Tage Durchschnitt, der in der Nähe von 87.000 US Dollar liegt. Nach dem Rücksetzer Ende Februar in Richtung 60.000 US Dollar folgte eine Erholung in den oberen 70.000er Bereich. Als wichtige Zonen werden unter anderem 76.500, 72.000 sowie der Bereich in den niedrigen 80.000ern genannt.
Zum Zeitpunkt der genannten Daten lag der Bitcoin Kurs bei rund 78.196 US Dollar.